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Aktuelle Berichte:


Deutsche Jugendmeisterschaft in Kulmbach/Franken

 Am17. November 2006 waren wir (Georg, Markus,und ich) auf dem Weg nach Kulmbach.
Georg hatte sich auf die Jugendmeisterschaft gut vorbereitet und Markus und ich wollten an dem gleichzeitig in einer anderen Halle stattfindendem Instuctor-Lehrgang teilnehmen.
Auf zwei Dinge freuten wir uns: 1. die Meisterschaft und zweitens auf das Bier in Kulmbach.
Kulmbach ist bekannt für seine Biere, nicht umsonst ist Kulmstadt als die Bierstadt bekannt.
Nach ca. 4 std. Autobahn kamen wir an und mussten erstmal unsere Unterkunftshalle suchen. Leider war sie am Freitag schon voll gebucht und es war bis spät in die Nacht ein Remmi-Demmi in der Halle. Wir suchten uns eine "ruhigere" Ecke im Eingangsbereich wo wir dann endlich irgendwann in der Nacht dann zum Schlafen kamen. Markus zog es vor anstatt zu schlafen, all 20 - 30 min seine nicht ganz dichte Luftmatraze auf zu blasen!!
Am Samstag um 10 Uhr ging dann der Wettkampf für Georg los. Ich blieb als Betreuer in der Halle und Markus machte sich auf den Weg zum Instructor Lehrgang. Nach längerer Wartezeit war der erste Einsatz für Georg dann endlich der Kumitewettbewerb. Sein Gegner war ein etwa einen Kopf größerer, wahrscheinlich doppelt so schwerer, mit Irokesenschnitt
versehener Kämpfer aus dem Rhein-Main Kader. Anfangs lief es eigentlich nicht schlecht und Georg musste oft den gewaltigenAngriffen ausweichen. Aber dann erwischte es ihn doch! Gegen Ende des Kampfes wurde ein Zuki zum Kopf gegen Georg gewertet. Leider erst nach kurzer Zeit stellte es sich als Platzwunde heraus und das Blut lief Georg von der Augenbraue über das Gesicht. Der Kampf war aber schon entschieden worden und Georg musste auf den Krankenwagen warten um im Krankenhaus seine Platzwunde nähen zu lassen. Nach über 2,5std Wartezeit waren wir dann wieder in der Halle zurück und Georg setzte nun seinen Wettkampf trotz Platzwunde in der Katadisziplin fort. Hier lief es echt gut
Georg konnte sich mehrmals durchsetzen und wurde erst kurz vor dem Poolsieg von dem späteren Deutschen Meister und Jugend Weltmeister aus Bremen gestoppt werden.  Eines sah man aber in jedem Fall, dass Georg nicht soweit von der Spitze entfernt ist und dass der Trainingsaufwand sich gelohnt hatte. Das war es dann an diesem Tag und wir konnten nun zum gemütlichen Teil, nähmlich auf dem anschließenden Bankett endlich das Bier testen.
Am Sonntag war morgens noch der Abschluss des Instuctor-Lehrgangs und nach einem orginal fränkischen Mittagsessen gings wieder ab auf die Autobahn nach Hause.

Hermann Hesse Cup in Calw 2006
Nach einer über 2-stündigen Autobahnfahrt kamen wir morgens um 9 Uhr in Calw an.
Uns erwartete ein Jugend-Tunier mit ca. 220 Teilnehmern. Nach einem anfänglichen Durcheinander ordnete sich das Chaos in drei Pools. Die Teilnehmer waren im Alter zwischen 6 und 18 Jahren. Die Starter des TAKU KU KAN mussten erstmal warten, aber dann ging’s zur Sache. Jens war der erste Starter von unserem Dojo. Trotz hoher Motivation und starker Techniken musste er sich letztendlich seinem kampfstarken Gegner beugen. In der Kata-Disziplin (einem Scheinkampf gegen mehrere imaginäre Gegner) führen zwei Karatekas eine Kata gleichzeitig vor. Hier gab es zuerst ein Kampfrichterunentschieden. Der Hauptkampfrichter tat sich schwer, den Kampf zu entscheiden und stimmte dann für Jens Rivalen. Somit war das Turnier für Jens gelaufen.
Nach einer sehr langen Wartezeit wurde die Gruppe von Georg aufgerufen. Kata war angesagt! Beim ersten Katalauf gab es ein Unentschieden und der Kampfrichter entschied sich für ein Stechen. Hier konnte sich Georg nun souverän bis zum Finale durchsetzten. Mit einer hervorragenden Kata konnte er sich den 3. Platz erkämpfen. In der Kumite-Disziplin ging es hart zur Sache. In packenden Kämpfen konnte er sich auch hier den 3. Platz erkämpfen und führte somit das Karate-Dojo TAKU KU KAN zum Erfolg. Ein großes Lob bekam er vom Stützpunktleiter Südwest für seinen technisch sauberen Kampfstil. Das zeigt, dass das Karate-Dojo „TAKU KU KAN Wangen“ auf dem richtigen Weg ist.


Gasshuku 2006 in Immenstadt

Wie jedes Jahr ist der Gasshuku ein Höhepunkt im Karatejahr. Es ist auch immer wieder ein eigenes, individuelles Erlebnis eine ganze Woche mit 1000 -1100 Karatekas aus der ganzen Welt zusammen zu trainieren und immer neue Leute kennen zu lernen. Somit ist jeder Gasshuku auch anders, abhängig von den eingeladenen weltbesten Senseis, oder vom Wetter das eben dieses Jahr einen nicht ganz so schönen Knick gemacht hat nach der ungewöhnlichen Hitze in eine Regenphase was aber nun mal auch ein Erleben ausmacht, letztendlich ist es auch das gemeinsame Trainieren mit Bekannten aus allen Teilen Deutschlands, Europas und wie gesagt aus Teilen der ganzen Welt. Ich habe mit Karatekas aus Nordschweden (Lappland), Russland, Brasilien, Polen, Tschechien, Frankreich, der Schweiz, Italiener, aus Japan, also bunt gemischt zusammen trainiert. Genau dieses Zusammen sein macht das Flair eines Gasshukus aus und ist jedes Jahr gleich und doch wieder neu bzw. übt eine andere Fazination aus. Man lebt eine Woche in der Halle
    mit Schnarchen, Remidemmi und Spätheimkehrern und führt trotzdem teilweise gute Gespäche mit Leuten aus anderen Dojos, es ist ein eigenes Erleben. Oder man bucht einen Zeltplatz und zeltet oder übernachtet im Fahrzeug, trifft sich in aller Herrgottsfrühe im Waschraum und läuft oder radelt dann im Troß zur Trainingshalle, man Kocht zusammen und relaxt zwischen den Trainingseinheiten. So lebt man von einem Tag zum Nächsten, trifft sich mit Freunden am Abend und raz-faz ist Freitag und das Letzte Training beendet. Vielleicht noch eine Prüfung am Samstag (Georg zum 2.Kyu-natürlich bestanden) aber man kann es kaum glauben dass wieder eine ganze Trainingswoche zu Ende ist. Man hatte 3 Einheiten am Tag bei total unterschiedlichen Trainern, die aber trotzdem einen roten Faden erkennen ließen und den Gasshuku eigentlich ausmachen. Dieses Jahr war esder legendäre Intructor Shihan Mikami 8. Dan aus den USA in New Orleans lebend der von Shihan Ochieingeladen wurde. Er hatte bei der Flutkatastrophe seine ganze Existenz verloren. Mit 72 Jahren sein Dojo, sein Haus einfach alles verloren und ein Opfer dieser Katastrophe geworden. Eine weitere Legende aus Südafrika Shihan Ken Wittstock 7. Dan. Dann der mehrfache Kumite Sieger des World Shoto Cups Shihan Imamura, der vor allem in Deutschland sehr gefragte und Garant für Top Trainingseinheiten Shihan Akita aus England, weiterhin der erstmalig in Deutschland eingesetzte immer zu einem Spaß aufgelegt, aber trotzdem sehr interessantes Karate praktizierende, Shihan Kasajimain Luxemburg lebend. Nicht zu vergessen natürlich aus der Schweiz, Shihan Sugimurader seit vielen Jahren einfach zum Gasshuku gehört. Die deutschen Instruktoren mit Risto Kiiskilä, Toribio Osterkamp, auch erstmalig eingesetzt, der immer sehr freundliche Top Karateka Julian Chees, der wirklich ein tolles Karate zeigt. Diese deutschen Spitzentrainer rundeten den Kreis der diesjährigen Instruktoren ab. Ein besonderes Erlebnis dieses Jahr war auch die ehemalige, vielfache Kata Europameisterin und jetzige Meditationstrainerin Birgit Schweiberer. Die ehemalige Topathletin im Karate ist nach ihrem Arztstudium einem tibetanischen Orden beigetreten und ist als Medidationstrainerin auf dem Gasshuku aufgetreten. Es war ein Erleben besonderer Art nach den Karate Trainingeinheiten bei den Meditationssitzungen diese absolute Ruhe und Entspannung zu spüren, man erlebte die Ruhe und den Frieden nach den Sitzungen ganz besonders, obwohl das Sitzen und die Konzentration der Gedanken für viele ein teilweise eigene (schmerzhafte) Erfahrung im Sitzen war und die Beine sich auch zur Ruhe begaben sprich eingeschlafen waren. Trotzdem war es eine wirklich schöne entspannende Art mit Sich und seiner Umgebung zur Ruhe zu kommen.
Abschließend gesagt war der Gasshuku 2006 in Immenstadt wieder eine ganz besondere Woche die ich nur weiterempfehlen kann. Mit der Abschlussfete und japanischem Gesang von Shihan Kasajimazur besseren Genesung unseres Chefinstruktors Hideo Ochi, der sich leider am Anfang der Woche sein Wadenbein brach und operiert werden musste, wurde der Abschluß der Woche bis in den Morgen gefeiert.

Oss Bebbo